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Caritas – Landwirtschaftlicher Lebensunterhalt – Haiti

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Caritas&Du

Entwicklung des landwirtschaftlichen Lebensunterhalts

Das Projekt ist im Zuge der Katastrophenhilfe nach Hurrikan Mathew im Oktober 2016 entstanden. Hurrikan Matthew war ein sehr starker tropischer Wirbelsturm über dem Karibischen Meer, der die Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala erreichte. Der Hurrikan zog im Oktober 2016 mit andauernden Windgeschwindigkeiten bis zu 230 km/h über Jamaika, Haiti, Teile der Dominikanischen Republik und Kuba und setzte seinen Weg Richtung Bahamas und Ostküste der Vereinigten Staaten fort.

Haiti war logistisch nicht in der Lage, einen Hurrikan in dieser Größe zu bewältigen. Im Süden Haitis standen nur 576 Notunterkünfte für insgesamt 90.000 Menschen zur Verfügung. Viele Menschen hatten keine Möglichkeit vor dem Hurrikan zu fliehen und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Matthew traf am Morgen des 4. Oktober auf die Küste von Haiti. Er war der stärkste tropische Wirbelsturm, der seit Hurrikan Cleo im Jahr 1964 direkt auf Haiti getroffen ist. Der Wirbelsturm forderte ca. 1000 Menschenleben und richtete verheerende Schäden an. Schätzungen zu folge wurden ca. 29.000 Häuser zerstört.

Im Anschluss an Hurrikan Matthew konnte die Caritas Österreich rasch und effektiv mit einem Nothilfeprojekt im Gemeindegebiet von Camp Perrin reagieren, einem der am schwersten betroffenen Gebiete im Südwesten von Haiti. In weiterer Folge entwickelte die Caritas ein Projekt zur Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen in Camp Perrin (ALDiH). Um der betroffenen Bevölkerung zu helfen, werden im Projekt ALDiH folgende sechs miteinander verzahnte Maßnahmen durchgeführt.

Bau von zwei erdbeben- und hurrikansicheren Gemeindezentren

Für das Gebiet um Camp Perrin besteht ein hohes Risiko, dass es auch in Zukunft wieder von einem Wirbelsturm getroffen wird. Um während zukünftiger Hurrikane einen sicheren Schutz zu gewährleisten, werden zwei erdbeben- und hurrikansichere Gemeindezentren gebaut.

Errichtung von zwei gemeinschaftlich verwalteten Saatgutbanken

Für Familien, die stark von der Landwirtschaft abhängig sind, hat die Verfügbarkeit von hochwertigem Saatgut Priorität. Daher werden im Projekt zwei gemeinschaftlich verwaltete Saatgutbanken errichtet, in dem die Samen vor extremen Wetterereignissen geschützt sind.

Errichtung von zwei Baumschulen
Im Rahmen des Projekts werden zwei Baumschulen eingerichtet, in denen die lokalen Bauernvereinigungen Obstbäume und Pflanzen züchten können.

Errichtung von Hausgärten

Durch Hurrikan Matthew wurden fast alle Hausgärten zerstört, die sonst einen Großteil der Nahrung für die Familien lieferten. Das Projekt unterstützt die Bevölkerung dabei, diese Hausgärten in verbesserter Form wieder herzustellen.

Entwicklung von zwei gemeinschaftlich verwalteten Tierzucht-Programmen

Traditionell sind Kleintiere (Ziegen, Hühner, Schweine, etc.) die Sparkassen armer Familien in Haiti. Durch den Hurrikan wurden viele dieser Tiere getötet und viele Familien haben dadurch ihre gesamten Ersparnisse verloren. Durch das Projekt wird ein Programm eingeführt, durch das Familien ein Schwein oder eine Ziege erhalten. Nach dem ersten Reproduktionszyklus müssen die Besitzer ein weibliches Tier an den nächsten Haushalt übergeben.

Verbesserung der Katastrophenbereitschaft

Die Gemeinde und die Familien in Camp Perrin waren schlecht auf ein extremes Wetterphänomen wie Hurrikan Matthew vorbereitet. Das Projekt wird daher Trainings zur Verbesserung der Katastrophenbereitschaft in Camp Perrin durchführen und Katastrophenschutz-Kits verteilen.

Aufgrund der großen Anzahl an Projekten der Caritas Österreich kann auf dieser Website nur eine kleine, beispielhafte Auswahl dargestellt werden. Weitere Informationen zum weltweiten Engagement der Caritas Österreich finden Sie auf deren Homepage unter www.caritas.at.

×Kontakt


Projektlink:
https://www.caritas-vorarlberg.at/mithelfen/auslandshilfe/

Ansprechperson:
Robert Moosbrugger
Tel.: +43 676-88420 5064
robert.moosbrugger@caritas.at

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